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Hautkrankheiten im Bereich der Kopfbehaarung

Hautkrankheiten können auch explizit im Bereich der Kopfbehaarung auftreten. So kann es beispielsweise zu Haarausfall oder Schuppen kommen. Hier erhalten Sie weitere Informationen dazu. 

1. Haarausfall

Haarausfall ist in der Bevölkerung weit verbreitet: Jeder dritte Mann und jede zehnte Frau ist davon betroffen. Bei Männern ist die Neigung zu Haarausfall meist vererbt, bei Frauen ist die Ursache oft Stress, Hormonschwankung oder schlechte Ernährung. Diese Faktoren wirken sich auf die Gesundheit der Kopfhaut aus. Ist diese nicht mehr im Gleichgewicht, kann sie austrocknen oder fettig werden. Dadurch kann es zu Juckreiz und Schuppenbildung kommen. Die gereizte Kopfhaut verliert ihre Geschmeidigkeit und es bilden sich Krusten. Diese Krusten bedecken die Haarwurzel und greifen sie an: es kommt zu Haarausfall.

Hautkrankheiten Haarausfall und SchuppenFür die richtige Behandlung von Haarausfall ist es wichtig, die Ursache zu kennen. Vererbter Haarausfall beruht auf einer Überempfindlichkeit der Haarwurzel gegen männliche Hormone, die Androgene. Auch Frauen produzieren Androgene, wenn auch in deutlich geringeren Mengen als Männer. Gegen diese Form von Haarausfall hilft nur medikamentöse Behandlung. Diese ist aber nur solange wirksam, wie sie durchgeführt wird. Auch dauert es etwa einen Monat, bis Behandlungserfolge sichtbar werden.

Der vererbte Haarausfall beschränkt sich meist auf bestimmte Stellen des Kopfes, nur selten fallen die Haare am ganzen Kopf aus. Der sogenannte diffuse Haarausfall tritt oft an der gesamten Kopfhaut auf. Die Haarwurzeln sind dabei in der Regel intakt, werden jedoch mit zu wenigen Nährstoffen versorgt. Die Ursache von diffusem Haarausfall ist oft nur schwer festzustellen, vor allem nach einigen Monaten des Haarverlusts. Behandelt wird diese Art des Haarausfalls durch in der Apotheke erhältliche Produkte, die für die Haarwurzeln wichtige Vitamine und Aminosäuren enthalten. Die Therapie sollte durch gesunden Lebenswandel unterstützt werden: gesunde Ernährung, genug Entspannung und Schlaf, Bewegung und Sport.

2. Hautkrankheiten wie Schuppen bekämpfen

Kopfschuppen sind ebenso wie Hautschuppen sind Hautkrankheiten die von anderen Körperteilen im Grunde ein normales Produkt der ständig stattfindenden Hautzellenerneuerung. Erst wenn sich mehrere dieser absterbenden Hautzellen aneinanderhängen, können Schuppen zu einem ästhetischen Problem werden oder gar Anzeichen einer sich entwickelnden Hautkrankheit wie Schuppenflechte oder Neurodermitis sein.

Trockene Schuppen entstehen oft in der kalten Jahreszeit, wenn die Kopfhaut wegen der geringen Luftfeuchtigkeit austrocknet und die natürliche Schuppenbildung dadurch deutlich verstärkt wird. Fettige Schuppen sind oft ein Hinweis auf den Hautpilz Pityrosporum ovale. Dieser Pilz verursacht eine Talgüberproduktion und reizt die Kopfhaut. Diese reagiert darauf, indem sie mehr Zellen produziert. Zu viele – und deshalb werden die überschüssigen Zellen gleich wieder abgestoßen, was zu Schuppen führt. Doch auch erbliche Faktoren oder die erhöhte Talgproduktion durch die Hormonumstellung in der Pubertät können die Ursache für Schuppen sein.

Leichte Schuppen könnten wir eigentlich selbst therapieren. Um die Ursache für unsere Schuppen zu kennen und auf Nummer sicher zu gehen, sollten wir allerdings einen Hautarzt aufsuchen. Um geeignete Mittel verwenden zu können, sollte die Ursache der Schuppen abgeklärt werden.

Wenn wir einige allgemeine Tipps beachten, können wir jedoch dazu beitragen, dass die von den Schuppen ausgelösten Beschwerden möglichst gering sind – egal, welche Ursache sie haben. Um unsere Kopfhaut im Gleichgewicht zu halten, sollten wir mildes und für unseren Hauttyp geeignetes Shampoo verwenden. Wenn wir das Shampoo nach dem Waschen gut ausspülen, schadet selbst tägliche Haarwäsche nicht. Wir sollten, wenn möglich, auf das Föhnen der Haare verzichten, da dadurch die Kopfhaut austrocknet. Bei fettiger Kopfhaut sollten wir unsere Haare nicht täglich waschen, weil die Talgdrüsen unserer Kopfhaut dann noch mehr Fett produzieren würden.

 


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